Datum:27.06.2013
Beschreibung:ZugSpitzenwein – 100 Tage auf Deutschlands höchstem Berg

 

ZugSpitzenwein – 100 Tage auf Deutschlands höchstem Berg

Zeilitzheim / Zugspitze.  Die Winzerinnen und Winzer der Gruppe „der franke“ haben allen Grund zur Freude. Ihr Experiment ist gelungen: Der Wein, der 100 Tage auf der Zugspitze verbracht hat, reifte offensichtlich langsamer als der Wein im Weingut Mößlein in Zeilitzheim (Lkr. Schweinfurt). „Im Geschmack ist wirklich ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Weinen festzustellen. “, sagte der Sprecher der Gruppe Martin Mößlein bei der Verkostung auf der Zugspitze.

„Wir waren unheimlich gespannt, wie sich der Wein auf dem Berg entwickelt hat“, berichtet „der franke“ Winzerin Edith Blendel (Escherndorf). Überrascht waren sie und ihre Kollegen dann aber doch, dass der Unterschied zwischen „Berg“- und „Talwein“ so auffällig ist. „Der „Talwein“ weist markantere Holznoten auf, ist aber gleichzeitig cremiger und runder. Für mich ist er der gereiftere Wein von beiden“, lautet das Fazit von Winzer Udo Engelhardt (Röttingen). „Die Entwicklung hier auf dem Berg scheint – bedingt durch den geringeren Luftdruck - wirklich langsamer vonstatten zu gehen. Die Frucht ist bei diesem Wein ausgeprägter. Außerdem zeichnet ihn eine lebendige Säure aus“, ergänzt Kollege Peter Götz (Zell). Ähnlich sieht es die Escherndorfer Winzerin Tanja Voll: „Ich hätte nie gedacht, dass die Weine sich nach diesen 100 Tagen so unterschiedlich präsentieren.  Der typische Sortencharakter ist  aber bei beiden Weinen gut zu erkennen.“

Zusammen mit der Winzergruppe war auch Anita Atzmüller, Sommelière im Hotel „Das Kranzbach“, Kranzbach (Garmisch-Partenkirchen), auf die Zugspitze gefahren. „Eine solch außergewöhnliche Verkostung habe ich noch nie mitgemacht. Beide Weine haben mich schwer beeindruckt. Die Unterschiede sind schmeckbar, aber ich habe keinen Favoriten. Beide Weine haben jeweils ihren Reiz und eignen sich hervorragend als Essensbegleiter“, schwärmt Anita Atzmüller.    

Ein Blick zurück: Die fränkischen Winzer feiern heuer „100 Jahre Müller-Thurgau in Franken“. Anlässlich dieses Jubiläums haben die Winzer der Gruppe „der franke“ im Herbst 2012 einen Spitzenwein der Sorte Müller-Thurgau geerntet. Pünktlich zu Frühlingsbeginn 2013 trat dieser Wein in einem Holzfass aus fränkischer Eiche seine Reise auf Deutschlands höchsten Berg an. Mit vereinten Kräften schafften die fünf Winzerinnen und Winzer ihr Fass auf knapp 3.000 Meter Höhe. 100 Tage verbrachte der Wein auf der Zugspitze. Für den sensorischen Vergleich reifte parallel ein Fass mit Müller-Thurgau im Weinkeller vom Weingut Mößlein in Zeilitzheim. Bevor das Fass die Zugspitze verließ wurden „Berg“- und „Talwein“ vor Ort gemeinsam verkostet.

Die fünf „der franke“-Winzer, die seit 2003 zusammenarbeiten, haben mit diesem Projekt Neuland betreten. Anlässlich des Jubiläums wollten sie mit der Sorte Müller-Thurgau einmal etwas ganz Neues ausprobieren. „Normalerweise erzeugen wir aus ihr unsere jungen, frischen Weine für jeden Tag. Für das Jubiläum haben wir im vergangenen Jahr vollreife Trauben geerntet und damit die Basis für einen hochkarätigen Spitzenwein geschaffen.  Mit der Bayerischen Zugspitzbahn haben wir dann einen tollen Partner für die Umsetzung des Projektes gefunden. Den Verantwortlichen danken wir ganz herzlich für ihre große Unterstützung“, so Udo Engelhardt.   

„Wir hätten nie gedacht, dass unser Müller-Thurgau so viel Aufmerksamkeit erhält. Die ersten Weinbestellungen sind bereits eingegangen“, verkündet Martin Mößlein. Ab 1. September wird der Wein unter dem Namen „Gipfelstürmer“ käuflich zu erwerben sein. Ein Genießerpaket mit zwei Flaschen (0,75 l) „Talwein“ und einer Flasche (0,375 l) „Bergwein“ ist für 45 € erhältlich (inkl. Versand). Vorbestellungen sind ab sofort möglich unter kontakt@der-franke.com.  

Die Winzergruppe „der franke“ - das sind Martin Mößlein (Zeilitzheim), Udo Engelhardt (Röttingen), Peter Götz (Zell), Tanja Voll und Edith Blendel (beide Escherndorf). Der Name „der franke“ steht gleichzeitig für Weine, die tagtäglich Laune machen – leicht und spritzig mit einem unverwechselbaren fränkischen Akzent. Passend für eine Feier mit Freunden, einem Picknick im Grünen oder für ruhige Stunden nach einem lauten Tag.


 

Rückkehr nach 100 Tagen. Martin Mößlein, Peter Götz, Udo Engelhardt, Tanja Voll und Edith Blendel (von links) freuen sich über ihr gelungenes Experiment. Gemeinsam mit Sommelière Anita Atzmüller haben die Winzer die beiden Weine auf der Zugspitze verkostet. Im Bild von links: Tanja Voll, Edith Blendel, Udo Engelhardt, Peter Götz, Martin Mößlein und Anita Atzmüller.


Fotos: Gabriele Brendel